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Gespräch mit meinem Dämon (2006)

Du fürchtest das Licht, deshalb kommst du des nachts.
Wie in dieser. Mal wieder.
Mein Geist ist ruhelos, gönnt mir keinen Schlaf,
laute Gedanken schreien mich an,
bedienen sich meiner Schwäche
nach zu kurzer Nacht und zu langem Tag,
von zuviel Menschheit für zu wenig Mensch.
Perfekte Voraussetzung, denkst du dir wohl.
Versuchst es.
Packst zu. ---
Ich packe zurück! Jetzt!
Du stutzt. Überrascht?
Hallo, Dämon. Lang nicht mehr gesehen;
Respekt, du bist zäh! Ein würdiger Gegner?!
Eifrig bist du, wie immer,
doch erschöpft scheinst du mir.
Wir speisen uns aus derselben Quelle,
und von früher bist du mehr daraus gewohnt. –
ich lasse dich nicht mehr, gewöhne dich daran!
Der Kampf hat sich verändert jetzt ...
Zwar kennst du mich gut und alle meine schwachen Stellen,
doch ich war durchaus nicht träg,
habe dich gemustert in meinem Spiegel ...
Irre ich mich, oder flackert Unsicherheit in deinem Blick?
Haha.
Ja, mein Griff ist zittrig, doch vor morgen früh lass ich nicht los –
Verlass dich drauf!

Wollen wir reden? Ich bin zwar heiser, doch du verstehst mich schon ...

Ist es nicht traurig?
Seit Jahren schon saugst du mich aus,
nährst dich von Glück und meiner Kraft –
Und hast noch immer nicht genug?
Bist noch immer nicht zufrieden?
Mein Freund, du bist zu unersättlich ...
Nun trag es mit Fassung, eine Durststrecke erwartet dich ---

Lass mich los! Lass mich los! Lass los!!
Ich nehm‘ es nicht mehr länger hin!
Genug, genug, genug hattest du, für jetzt und für immer!
Deine Waffen von Schmerzen, Verzweiflung und Angst –
Und deine Schilde: Arroganz und Bosheit;
Weiß Gott woher sie kamen, warum du mich zerfrisst,
weshalb du mir mein Glück zerfetzt –
ich werde mich nicht scheren drum, wenn ich dich packe und vernichte!
Kräfte mobilisiere, von denen du nichts ahnst!
Und reisst du mich auch mit, ich spränge lachend hinterher!
Eher verbrenn ich dich in meinem Feuer,
als weiter in deinen Ketten zu leben! –
Und versuch erst nicht, mich zu verwirren,
denn ich weiß jetzt, dass es Engel gibt!
Ich habe einen getroffen, weißt du ...
Und flieg ich bald mit seinen Schwingen, hoch über dir
Und weit von dir weg, wirst du mich lächeln sehen ...
Blutend und zerkratzt vielleicht, doch ohne eine Träne ...

Du schweigst? Noch immer?
Keine Sorge, ich hab genug noch dir zu sagen – heut nacht und morgen wieder, wenn du kommst ..

17.7.08 16:59
 


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