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Das war's auch schon. Aber schließlich war WM und wenig Zeit für Weltschmerz. Nächstes Jahr...
17.7.08 17:04


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Hoffnung (2006)

Hoffnung ist eh das größte.
Hoffnung auf bessere Zeiten, auf Glück und meinen kleinen Traum von der Unendlichkeit im kurzen Augenblick im Sommer, wenn das Licht so im Augenwinkel blinzelt, das Grüne so leuchtet, die Blätter rauschen, alles duftet und endlich alles einfach perfekt ist...
17.7.08 17:03


Gespräch mit meinem Dämon (2006)

Du fürchtest das Licht, deshalb kommst du des nachts.
Wie in dieser. Mal wieder.
Mein Geist ist ruhelos, gönnt mir keinen Schlaf,
laute Gedanken schreien mich an,
bedienen sich meiner Schwäche
nach zu kurzer Nacht und zu langem Tag,
von zuviel Menschheit für zu wenig Mensch.
Perfekte Voraussetzung, denkst du dir wohl.
Versuchst es.
Packst zu. ---
Ich packe zurück! Jetzt!
Du stutzt. Überrascht?
Hallo, Dämon. Lang nicht mehr gesehen;
Respekt, du bist zäh! Ein würdiger Gegner?!
Eifrig bist du, wie immer,
doch erschöpft scheinst du mir.
Wir speisen uns aus derselben Quelle,
und von früher bist du mehr daraus gewohnt. –
ich lasse dich nicht mehr, gewöhne dich daran!
Der Kampf hat sich verändert jetzt ...
Zwar kennst du mich gut und alle meine schwachen Stellen,
doch ich war durchaus nicht träg,
habe dich gemustert in meinem Spiegel ...
Irre ich mich, oder flackert Unsicherheit in deinem Blick?
Haha.
Ja, mein Griff ist zittrig, doch vor morgen früh lass ich nicht los –
Verlass dich drauf!

Wollen wir reden? Ich bin zwar heiser, doch du verstehst mich schon ...

Ist es nicht traurig?
Seit Jahren schon saugst du mich aus,
nährst dich von Glück und meiner Kraft –
Und hast noch immer nicht genug?
Bist noch immer nicht zufrieden?
Mein Freund, du bist zu unersättlich ...
Nun trag es mit Fassung, eine Durststrecke erwartet dich ---

Lass mich los! Lass mich los! Lass los!!
Ich nehm‘ es nicht mehr länger hin!
Genug, genug, genug hattest du, für jetzt und für immer!
Deine Waffen von Schmerzen, Verzweiflung und Angst –
Und deine Schilde: Arroganz und Bosheit;
Weiß Gott woher sie kamen, warum du mich zerfrisst,
weshalb du mir mein Glück zerfetzt –
ich werde mich nicht scheren drum, wenn ich dich packe und vernichte!
Kräfte mobilisiere, von denen du nichts ahnst!
Und reisst du mich auch mit, ich spränge lachend hinterher!
Eher verbrenn ich dich in meinem Feuer,
als weiter in deinen Ketten zu leben! –
Und versuch erst nicht, mich zu verwirren,
denn ich weiß jetzt, dass es Engel gibt!
Ich habe einen getroffen, weißt du ...
Und flieg ich bald mit seinen Schwingen, hoch über dir
Und weit von dir weg, wirst du mich lächeln sehen ...
Blutend und zerkratzt vielleicht, doch ohne eine Träne ...

Du schweigst? Noch immer?
Keine Sorge, ich hab genug noch dir zu sagen – heut nacht und morgen wieder, wenn du kommst ..

17.7.08 16:59


Zeit verstreicht (2006)

Zeit verstreicht

Und selten war Sehnsucht nach Leben größer als jetzt.
Zähl nicht mehr die Tränen die ich geweint hab.
In den Stunden in denen ich die Arme um den Körper schlug.
Weil es so wehtat. Vom Alleinsein.
Weiß schon nicht mehr wie lange es her ist
dass ihr mich alleingelassen habt.
Weiß nicht was es war von mir, das ihr mit euch nahmt.
Weiß nicht ob ich es je zurück kriegen werde. Zurückkriegen kann.
Ich weiß nur eins. Kommt nie mehr zurück.

Ich will so weit weg. Können meine Arme nicht zu Flügeln werden, wenn
Ich sie ausstrecke und es mir einfach nur wünsche?
Ich flüge davon. Dem blassrosa Horizont entgegen, ich weiß, es ist etwas
Dahinter. Ich meinte mal zu wissen, was. Ich will es jetzt wissen!
Der Regen fällt so auf die Blätter und die Luft riecht so nach jungen Blüten
Dass ich so weinen könnte, und ich schäme mich dessen nicht.
Denn das habe ich gelernt:
Es muss niemand verstehen, solange es mir selber Sinn ergibt.

17.7.08 16:56


Melancholie (2006)

Das Abendrot zieht Schleier am Horizont,
blasse Farben am hellgrauen Himmel.
In den kalten Hauch der letzten Winterwinde
Mischen sich zaghaft die ersten Gesänge
Verirrter Vögel in die Stille dieses trüben Tages.
Schneeglöckchen durchbrechen weiß und farblos
Die dunkle Erde die dein Grab bedeckt,
als spendetest du Frühling noch selbst im Tod.
Und es schlägt Wellen von mildem Schmerz in meiner Brust,
doch ich bin froh drum, denn solang ich melancholisch bin,
kann ich nicht verzweifelt sein.
Im Mantel sitze ich auf der Terasse
Und beobachte zwei Spatzen unbeschwert flirten,
wie sie sich necken, vergnügt in den Ästen eines kahlen Baumes.
Ich nippe am Café, nehme einen Zug meiner Zigarette
Und lege schließlich das Buch aufgeschlagen auf die Brust,
denn meine Gedanken lassen mir keine Ruhe.
Ich befürchte mein Sockel wird nicht mehr lang stehen.
Die Stadt rauscht von fern und im Haus ist es still
Eigenartig friedlich liegt die Welt vor mir da,
die Natur in sich ruhend, doch ich weiß, daß es nicht stimmt
Nicht stimmen kann. Für mich zumindest nicht.
Nicht mehr. Und noch nicht.
Ein letzter Ruck heute, und der Schleier fällt vom Spiegel
Hallo. Und nun?
Nun? Ich weiß es nicht.
Vielleicht nur die Frage, die mich länger schon quält.
Nichts großes, keine Sorge.
Alles schön soweit.
Doch:
Wer bin ich?
17.7.08 16:53


Und weiter geht's

Neues Jahr, neue Texte.
17.7.08 16:54


Augenblick (2005)

Was schaust du mich so an?
Denkst du wir schaffen es nicht?
Glaubst du wir haben nicht genug Kraft?
Hast du Angst?
Du schweigst
Weinst du?
Du schaust nach draußen
Okay, was siehst du?
Sonnenstreifen am Horizont,
Rauhreif am Gras,
weisse Luft um den Ästen
Und Schneeflocken
Und, was denkst du?
Schön, nicht wahr?
Friedlich
Und irgendwie rein, nicht?
Kühl, frisch
Und es riecht nach ...
So wie Kälte eben riecht,
und Stille
Und, was ist das, was denkst du?
Die Zeit steht still, verharrt im Moment,
ein lupenreiner Eiskristall
Sonne scheint darauf, was siehst du?
Lichtbrechung, Ströme von Licht,
zerfächert in tausend Strahlen,
nach jeder Richtung Facetten von Licht,
manche ist Erinnerung, manche Zukunft,
diese ist Ahnung, jene ist Drang;
jede ist Gefühl, jede ist Gedanke,
alle sind Sein;
In einem Augenblick ist alles vereint,
alles beisammen,
harmonisch verschlungen,
und die Welt ist da und wartet

Dann komm
und zieh dein T-Shirt aus,
raus auf die Wiese
fühle die Kälte
rieche den Schnee
atme die Luft
und sieh

Sonne Farben Gras
Eiskristalle Schnee Horizont
Zukunft Hoffnung Mut
Vertrauen Liebe Leben Kraft

und spür

Kälte Prickeln Spannen
Flocken Wasser Wind und Nebel
Wehmut Schmerz Leidenschaft
Freude Tränen Jubel Schrei

Schließ deine Augen
Das Drücken im Magen
Das Ziehen in der Brust
Und ein schwerer Herzschlag
Pumpt warmes Blut in dich
Heiße Tränen
Lächeln
Lass die Augen zu
Und lass jede Faser
den Lichtstrahlen folgen
Alles ist in dir ist Alles
Ausatmen
Was ist Angst ... ?

Und jetzt sag mir nochmal, wir schaffen es nicht!

17.7.08 16:51


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