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Du sagst, dass du mich nicht durchschauen kannst
Dass du nicht weisst, was in mir vorgeht
Dass du nur Fassade siehst
Dass ich dich nicht an mich heran lasse
Ich glaube dir
Doch lüge, wahre dein Gesicht,
gib vor, dass du meine Seele trotzdem siehst,
lasse dich scheinbar berühren von mir,
halte inne, hole Luft, schau begeistert,
tue, was du so oft geprobt hast
seit der Zeit, da das Gefühl in dir abstarb
Verschließ deine Augen
Erlieg meiner Täuschung
Lass dich blenden
Verführen, betören
Und kauf mich
Nimm mich auf in das System
Stutze mich zurecht für deine Nische
Verbieg und brich mich
Füg mich ein in die Maschine
Öle mich, damit es läuft
Zeig mir die Hebel
Gib mir den Rythmus
Nimm dir, was du brauchst
Vergewaltige, was du hast
Konsumier mich
Brenn mich aus
Und übersieh das Glimmen,
das noch immer in mir leuchtet;
verachte mich, derweil ich,
endlich frei, mit der Unendlichkeit verschmelze,
und hoffe, dass du richtig stehst,
wenn ich den Kurzschluss fabriziere

19.7.08 01:33


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Eigentlich

Leben zieht vorbei an meinem Abteilfenster
Nimmt Fahrt auf, schnell, schneller, immer schneller

Bäume, Häuser, Gleise; alles grau, alles schwarz in der
aufziehenden Nacht, wie ein Tunnel

Regen klatscht an die Scheibe, monotones Klopfen, stilles Rauschen

Alles verschwimmt, wie ein Film, der zu schnell abgespult wird,
wie eine Inszenierung von Sinnlosigkeit

Mein Handy piept und schreckt mich auf
Gruß, Kuss, Ich liebe dich auf meinem Display
Du bist da, ich fahre weg, was soll das, was tue ich hier?

Mein Gesicht im Fenster, transparent in der Dunkelheit

Möchte mir ins Hirn gucken

Fragende Augen, zweifelnde Bartstoppeln,
eine Idee, ein Versuch, fragmentarisches Projekt

Nie konzipiert

Längst nicht fertig

Was? Wie? Wohin? Dahin? Sicher? Wieso?
Weiß nicht
Weiß nicht, schwarz nicht. Grau

Ich will rauchen
Geht nicht
Verboten
Alles verboten

Sicherheit
Träume
Fragen
Mein Leben
Zuviel Information

Eigentlich will ich nicht
Eigentlich kann ich
Eigentlich müsste ich
Eigentlich möchte ich
Eigenartig, auf meine eigene Art
Artist
Nur ohne Netz
Und ohne Art-
Ist wahr
Was ist wahr?

Bäume, Häuser, Gleise, verwischt wie meine Gedanken,
wie meine Pläne, fortgeweht vom Tisch, doch hey,
das Holz ist schön, warme Farbe, schöne Maserung,
und eigentlich kein Grund zur Besorgnis

Hauptbahnhof Berlin
Mein Ziel
Alle wollen dahin
Ich bleib sitzen
Fahre weiter
Fahre well

Nein. Denk es. Sag es. Nein, nein, nein, nein, nein.

Vorletzter Halt
Ein Dorf
Kühe vorm Fenster
Wiederkäuende Glücksseligkeit

Ich vermisse dich
Und hab doch alles, was ich will
Mein Herz, mein Stift, mein Buch

Soviel gelernt
Bock,es zu vergessen
Keine Lust auf Lust

Lustig
Lustig, wie es manchmal so geht

Weiterfahren
Endstation
Sehnsucht

Raus, auf den Bahnsteig
Allein
Ruhig
Milde Luft

Am Ende der Welt, am Ende aller falschen Sehnsüchte

Zigarette

Verlasse den Bahnsteig
Weiden, Wiesen, Koppeln
Nachtgeräusche, aufdringlich eindringlich in der Stille
Wie schön, dass ich keinem sagen muss
Halt die Klappe

Allein, so ruhig, so leer
Ich glaube nicht, dass ich weinen muss
Einmal nicht

Ich bin hier
Ich bin jetzt
Es ist neu
Es ist vertraut
Es ist gut

17.7.08 01:37


Eine Sommernacht

Funken stieben durch die Nacht
Energie pulsiert in allen Straßen
Ungeduld zuckt aus deinen Fasern,
treibt dich, endlos wandernd durch die Nacht

Herzschlag gibt den Rhythmus vor,
wildes Blicken, zuviel Bilder,
verschwommen in flimmernder Atmosphäre,
Farben zerflossen in atmender Schwüle
Ströme von Licht, heiß wie Feuer, hell wie ein Blitz

Elektrisierend scharfe Sinne,
und Ungeduld! Energisch, rastlos!
Chinesisches Papier im Wind
Hammerschläge auf Synapsen
Vorfreude, Schmerz, Verliebt, Vorfreude, Vernichtung

Das Telefon steht still und du schließt die Augen,
setzt im Geist die Welt in Brand

Sterne fallen auf den Asphalt,
fliegen rasend gegen Häuser,
prallen ab von Giebeln
Feenstaub auf allen Dingen
glitzernd matt auf deinen Fingern

Ziellos wie ein Schiff im Sturm,
Salz auf deiner Haut,
plötzlich Sehnsucht nach dem Meer

Helles Flüstern in der Nacht,
heißes Rauschen in den Ohren
sie locken dich,
ob in den Tod,
das weißt du nicht

Rennen durch die Sommernacht,
vor deinen Füßen weisse Blüten
Flügel brechen aus den Schultern
Schlag um Schlag
zum Himmel rauf

17.7.08 15:14


Tolle Zeit (2007)

Scher dich weg von mir!
Halt den Mund, quatsch mich nicht voll
Und sieh endlich ein, dass es nur Worte sind,
viel zu viele, und sie bedeuten einen Dreck
Ganz blutleer bist du, weil du zuviel redest
Es schert mich nicht -
Klappe!
Klappe!!
Klappe die Letzte!
Mir ist egal woran du leidest
Mir ist egal was du meinst
Pack dich und deine Sinnentleertheit weg von mir
Und lass mich tanzen zum orchestralen Lamento,
zum rauschenden Lärm, betäubendem Krach
Bin besoffen, high und stoned
Will es noch möglichst lange bleiben,
so betrunken von Schmerzen,
und ich bin wütend, weil's mich einfach nicht zerreissen will!
Geschockt? Oohhh! Renn heim. Heul doch.
Du verstehst rein nichts davon, und du willst doch nicht,
dass ich dich durcheinandebringe!
Ja, ich bin arrogant und was Besseres als du,
doch nur weil das die Worte sind die du verstehen kannst
Tangierst du mich nur peripher,
dann sei doch froh, dass du was hast,
weshalb du kotzen kannst!
Dir muss nämlich speiübel sein.
Du merkst es nur einfach nicht.
17.7.08 17:16


[...] (2007)

Prasselnder Regen
Gedämpftes Klopfen
Gleichmäßiges Atmen
Licht einer Kerze

Leises Rauschen
Beinahe
Dunkel
Beinahe
Stille

Bewegungslos
Konzentriert
Fokussiert
Zentralisiert
Reduziert

Raum und Zeit
Sekundär
Sinnlich
Rhythmus
Ausgleich

Belanglose Stunden
Alleine mit mir
Abgekapselt
Angenehm

Sinnentleert
Unverschämt
Pflichtvergessen
Asozial

Lachhaft
Albern
Wichtig
Wertvoll

Elektrizität
Kreislauf
Definierung
Auflösung

Herrliche Stunden
Die Welt in mir
Harmonie
Unendlichkeit
17.7.08 17:08


Ich frag mich (2007)

Ich frag mich

Ob es immer so sein wird
Ich euch immer beneiden werde
Immer dabei sein will
Nie dabei sein kann

Warum ich das will
Immer noch will
Nicht einsehn kann
Dass ich nicht muss
Nicht will
Nicht brauche

Euch hassen, mein ich
Weil ich nie konnte
Obwohl ich nie wollte
Sein wie ihr, mein ich

Doch ich frag mich

Warum nicht
Sein wir ihr
Leben wir ihr
Machen was ihr

Macht

Warum ihr Macht über mich habt
Immer noch habt
Dabei doch nicht haben müsst
Weil

Nicht seid
Nicht macht
Nicht lebt

Wie ich
Frag mich!
Bist du?
Fühlst du?

------------------

Lebst!
17.7.08 17:07


Regen (2007)

Regen rauscht und komponiert
Mir eine Symphonie
Für meine Traurigkeit
Und nur für mich

Mein zerbrochnes Spiegelbild
wogend auf nassem Asphalt
noch eine Träne fällt hinein
und löst mich auf in sanfte Wellen

Ströme von Wasser, von flüssigem Leben
Die Welt verschwimmt, von sanften Pinselstrichen
Linien aufgelöst, Grenzen verschwunden
Die harten Formen sinnentleerter Statuen – verwischt

In dicken Tropfen fallen einst trock‘ne Farben
Haltlos in die Straßenrinne, leise, so leise
Sanft fortgerissen ohne Widerspruch...so leicht, so leicht...
Befreite Leinwand, rein und farblos, wahr...

Crescendo meiner Symphonie
Durchs Rauschen dringt nur eine Stimme
Die meiner Seele, zaghaft erst,
dann immer klarer

Ich verstehe kein Wort, doch höre ich ihr Lachen
Beim Wiedersehn mit ihrem Geliebten – dem Leben
Ich schließe die Augen, recke mein Gesicht zum Himmel
Und schreie einen stummen Freudensschrei
17.7.08 17:06


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